Aktiv Die Bürgerinitiative zum Schutz der Lebens- und Wohnqualität
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Informationen von Aktiv
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Wussten Sie schon …
(Notizen aus Gesprächen mit Ratsfraktionen, der BSAG und Verkehrsbetrieben)

  • Die Buslinie 55 zum Beispiel verkehrt durchschnittlich etwa alle 45 Minuten;
    im Berufsverkehr etwas häufiger, in den Nebenverkehrszeiten noch seltener.
  • Eine Straßenbahn fasst doppelt so viele Fahrgäste wie ein Bus. Sie muss daher nur halb so oft fahren. Etwa alle 90 Minuten?!
  • Die Buslinie 55 benötigt ca. 175.000 € pro Jahr Zuschuss durch die Gemeinde Stuhr. Die Gemeinde Stuhr kann sich diese Aufwendungen eigentlich nicht leisten und möchte den Zuschuss reduzieren.
  • Eine Straßenbahn -wo auch immer- verschlechtert die Erschließung der Gemeinde. Auf jeden Fall werden zusätzlich mindestens zwei neue Buslinien zum Ausgleich notwendig. So viel Geld hat die Gemeinde Stuhr nicht!
  • Der tägliche Durchgangsverkehr durch die Gemeinde soll verringert werden. Eine staufreie Straßenbahnverbindung vom Ortsrand Brinkum wird dieses Problem lösen und wird von den Unternehmen in Brinkum-Nord gewünscht.
  • Platz für große Park & Ride - Plätze ist außer in Brinkum nicht vorhanden.
  • Der Platz für eine einspurige Straßenbahntrasse von Bremen nach Brinkum ist auf der alten B6 bis Wolters vorhanden.
  • Auf die Straßenbahnwendeschleife am Roland-Center wird die BSAG nicht verzich-ten. Nicht jede Straßenbahn würde nach Alt-Stuhr durchfahren, das ist unwirtschaft-lich für die BSAG.
  • Der Gemeindezuschuss für eine Straßenbahn ist gemäß Gutachten genauso teuer, als wenn monatlich 5000 Einkaufsfahrten mit dem Taxi nach Huchting oder nach Brin-kum durch die Gemeinde Stuhr bezahlt werden würden.
  • Der Gemeindezuschuss für eine Straßenbahn ist gemäß Gutachten genauso teuer, als wenn jedes zweite Jahr ein neuer Kindergarten gebaut werden würde.
  • Die Gutachter des Interkommunalen Raumstrukturkonzepts Region Bremen "INTRA" kommen zu dem Ergebnis, dass lediglich eine Straßenbahnverbindung von Bremen-Kattenturm nach Stuhr-Brinkum sinnvoll ist. Eine eindrucksvolle Bestätigung der Überlegungen von "Aktiv" und der TransTecStudie.
  • Durch einen Verkauf der BTE-Trasse könnte die Gemeinde Stuhr auf einen Schlag alle ihre Schulden tilgen. Die geplanten Erhöhungen der Grund- und Gewerbesteuern könnten entfallen.
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Neues ÖPNV-Konzept für Stuhr

"Aktiv" diskutierte am 19.11.03 mit der BSAG Überlegungen zur Verbesserung des ÖPNV in Stuhr. Diese Ideen sind bereits in vielen Gesprächen mit Institutionen, Firmen und Bürgern auf positive Resonanz gestoßen.
Die Gemeinde Stuhr wird derzeit durch ein System aus Stadt- und Regionalbuslinien erschlossen. Statt einer Zerschlagung dieses funktionierenden Systems muss das Ziel eine nachhaltige Verbesserung der ÖPNV-Erschließung der Gemeinde sein. Die mit großer Mehrheit von den Bürgern und demokratisch gewählten Gremien abgelehnten Linienverlängerungen in und über Huchting hinaus, die momentan mit hohem Aufwand und wenigen Argumenten von der bremischen Bauverwaltung und der BSAG beworben werden, sind auf absehbare Zeit nicht finanzierbar und verschlechtern die Erschließung in der Gemeinde Stuhr.
Um kurzfristig die notwendige Verbesserung des ÖPNV in Stuhr kostengünstig zu erzielen, schlägt "Aktiv" vor, einen Busringverkehrs aus den bestehenden Linien 52, 53 und 55 einzurichten. Diese Anregung wurde bereits im Rahmen der Agenda 21 erarbeitet und wird von der Gemeinde Stuhr derzeit auf Realisierbarkeit überprüft. Die Linie, die u.a. eine direkte Anbindung der Gemeinde Stuhr an die Industriegebiete am Flughafen Bremen und an das Krankenhaus "Links der Weser" schaffen würde, könnte kostenneutral realisiert werden.
Langfristig ist eine ggf. einspurige Verlängerung der Linie 5 aus Kattenturm nur bis zum Ortseingang Brinkum (Höhe Fa. Wolters) vorgesehen. Diese Linienverlängerung befindet sich im Gegensatz zu der aktuell von der BSAG favorisierten Verlängerung von Huchting (Roland-Center) nach Moordeich/Alt-Stuhr in Übereinstimmung mit den Ergebnissen aus unabhängigen Gutachten und den Prioritätskriterien im Nahverkehrsplan. Der an der Endhaltestelle dieser Linie einzurichtende P+R Parkplatz ermöglicht eine optimale Verknüpfung mit den Pendlerströmen ohne zusätzliche Verkehrsbelastung der Gemeinde.
Dieses Konzept wurde in einer kurzen Präsentation vorgestellt und, wie die anschließende Diskussion zeigte, von den BSAG Gesprächsteilnehmern mit Interesse aufgenommen. Die BSAG hat "Aktiv" zugesagt, kurzfristig eine eingehende Prüfung und Kommentierung hinsichtlich der Vor- und Nachteile vorzunehmen.
Auf ausdrücklichen Wunsch des BSAG Vorstandsvorsitzenden wurde verabredet, die Presse nicht über dieses Zusammentreffen zu informieren. Nach Vorliegen der fachlichen Stellungnahme der BSAG wird "Aktiv" entweder per Mitglieder-Info oder auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 19.01.04 über die Ergebnisse informieren.

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"Jede Staatsmacht, die erfolgreich sein und den Menschen Wohlstand bringen will, ist auf das Vertrauen und auf die grundsätzliche Zustimmung der Menschen angewiesen."
aus "Das Rechtsstaatsprinzip - Voraussetzung für eine moderne Gesellschaft" Rede von Bundespräsident Johannes Rau in der Universität Nanjing am 13.09.03

Beirat Huchting gegen eine Straßenbahnverlängerung

In seiner Sitzung am 15.09.03 hat sich der Beirat Huchting einstimmig gegen eine Verlängerung von Straßenbahnlinien über das Roland-Center hinaus und für die Erhaltung des den Stadtteil gut erschließenden Busringverkehrs aus den Linien 57 und 58 ausgesprochen. Mit diesem Votum entspricht der Beirat dem Mehrheitswillen der Huchtinger Bevölkerung.
In der Sitzung wurden zunächst die Ergebnisse eines von der ehemaligen Bausenatorin Wischer eingesetzten so genannten Planungsbeirats ("Runder Tisch") vorgestellt. Dieser Planungsbeirat, der sich nach Vorgabe der Senatorin allerdings nur mit der Abwägung zweier möglicher Trassenverläufe für die Straßenbahn beschäftigen durfte, war zu dem Ergebnis gekommen, eine mögliche Straßenbahnverlängerung über die Trasse der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn (BTE) und nicht über die Kirchhuchtinger Landstraße (KHL) zu führen.
Auf der außerordentlich gut besuchten Beiratssitzung gab es scharfe Kritik an dem von der Senatorin verordneten, undemokratischen Denkverbot. In sachlich vorgetragenen Beiträgen forderten die Bürger einen Vergleich zwischen dem bestehenden Busringverkehr und einer möglichen Straßenbahnverlängerung. Mehrfach wurde von den Bürgern und vom Beirat darauf hingewiesen, dass in den zahlreichen Beiratssitzungen zu diesem Thema die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit einer Straßenbahnverlängerung nicht nachgewiesen werden konnte.
Allein aus der Tatsache, dass die ehemalige Bausenatorin den Vergleich der Straßenbahnplanung mit dem bestehenden Busringverkehr nicht zuließ, ist indirekt abzuleiten, dass die Straßenbahn diesen Vergleich nicht bestehen würde, der Busringverkehr in diesem Fall also das zweckmäßigere Verkehrsmittel ist.
Dem Redebeitrag einer anwesenden Huchtinger Bürgerschaftsabgeordneten war zu entnehmen, worum es bei diesem Projekt letztendlich geht, dem Abschöpfen von Fördermitteln des Bundes. Das die Gelder für diese Investition, die sich frühestens nach mehr als einhundert (!!!) Jahren rechnet, von den Steuerzahlern aufzubringen sind, kümmert die durchweg schlecht informierten politischen Entscheidungsträger der bremischen Bürgerschaft offenbar nicht.

Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich bitte an: Aktiv

Disclaimer

25.06.2005